Die Oscars 2026 – Queeres Hollywood zwischen Glamour, Camp und Unsichtbarkeit
Die Oscars 2026 waren immer mehr als nur Filmpreise – und gelten noch immer als queeres Popkultur‑Event. Für viele in der LGBTIQ+ Community fühlen sie sich an wie die Fußball‑WM der Queers – oder besser: der Queer Super Bowl. Auch wenn die Mitternachts‑Verleihung nach deutscher Zeit etwas Geduld erfordert, explodieren Social‑Media‑Feeds, sobald die Red‑Carpet‑Bilder und Dankesreden online gehen. Während europäische Festivals wie Cannes, Venedig oder der Deutsche Filmpreis Lola oft als elitäre
Kulturveranstaltungen gelten, stehen die Oscars für Pop, Glam und Zeitgeist – zwischen Celebrity‑Trash, Mode‑Statements und Camp. Queeres Filmjahr 2026: Wer glänzte – und wer fehlte Das queere Filmjahr versprach Vielfalt, aber bei den Nominierungen der 98. Academy Awards zeigte sich Hollywood wieder konservativer als erhofft. Queer bedeutet bei den Oscars traditionell: eher schwul als lesbisch. Das bewies auch das Ignorieren von HEDDA, der modernen Ibsen‑Adaption der queeren Filmemacherin Nia
DaCosta mit Tessa Thompson in der Hauptrolle und Nina Hoss als MILF aus der Hölle. Trotz Kritikerlob – keine einzige Nominierung. Lediglich die Frontfrau der Alabama Shakes, Brittany Howard, ließ Lesbenherzen höher schlagen bei ihrer Live-Performance. Dabei ist queere Filmgeschichte bei den Oscars nichts Neues: Schon 1928 küssten sich in FLÜGEL AUS STAHL zwei Soldaten leidenschaftlich, doch ein queerer Siegerfilm kam erst 2017 mit MOONLIGHT – und danach 2019 mit GREEN BOOK. Ernüchternd, wenn man
bedenkt, wie viel LGBTQ+ Storytelling inzwischen im Kino präsent ist. Queers hinter und vor der Kamera Wer bei den Oscars 2026 genau hinsah, fand queere Talente – nur meist hinter der Kamera. Animations‑Regisseur Byron Howard schuf mit ZOOMANIA 2 den erfolgreichsten Film des Jahres, und Adrian Molinas ELIO schaffte es zumindest in den Wettbewerb um den Besten Animationsfilm. Am Ende gewann jedoch Netflix’ queeres Musical KPOP DEMON HUNTERS – inklusive der Hymne „Golden“, die Songwriter Mark
Sonn...